Line Dances

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Shim Sham

Whitey's Lindy Hopper

Whitey’s Lindy Hopper

Sie befinden sich in einem Tanzsaal, beobachten die Tänzer, werfen einen Blick auf die Band, Applaus, ein neues Stück beginnt: ‘T ain’t what you do und Sie glauben ihren Augen nicht zu trauen, wie auf ein geheimes Zeichen lösen sich alle von ihren Partnern, auch die, die eben noch gesessen hatten, eine Zigarre zwischen den Fingern, ein Cocktailglas in der rechten Hand erheben sich und haben nur ein Ziel: die Tanzfläche. Wie verabredet richten sich alle zur Band aus und beginnen gleichzeitig, einem geheimen Ablauf folgend simultan die selben Schritte und Bewegungen auszuführen. Sie wundern sich und fragen einen Tänzer, der sich gerade klatschend rückwärts kickend auf sie zubewegt, “Was ist das, was Sie da tanzen?”, “Shim Sham” wird Ihnen der Gefragte noch zurufen, bevor er schon wieder vom Strom der Gruppe mitgerissen wird.
Shim Sham also. Einer dieser Linedances. Ein Reihentanz, der eigentlich aus dem Stepptanz kommt und von Leonard Reed als ‘goofus’ in’s Leben gerufen wurde. 1930 wurde er von den Lindy Hoppern als “Shim Sham Shimmy” adaptiert.

Jitterbug Stroll

Jitterbug Stroll, ein Linedance neueren Datums wurde von Ryan François, einem Profiswingtänzer der heutigen Zeit, erfunden. In ihm finden sich verschiedene Jazzelemente wie zum Beispiel Suzie Q und Shorty George wieder. Seit Steven Mitchell (amerikanischer Swingtänzer und Sänger) ihm die musikalische Untermalung bereitstellte, ist das Jahodihodi aus der Swingwelt nicht mehr wegzudenken.

Charleston Stroll

Singapurische Handschrift trägt der Charleston Stroll, auch er ein Linedance unseres Jahrtausends, erfunden von Swingtänzerin Sing Lim. Typische Charlestonelemente werden durch moderne Jazzmoves aufs Feinste ergänzt.

Toulouse Stomp

Stomps sind afrikanischen Ursprungs, verschiedene Jazzbewegungen werden nach einem bestimmten Muster immer wiederholt. Beliebt ist heutzutage beispielsweise der Toulouse Stomp, am besten natürlich zusammen mit der britischen Swingtänzerin “Cookie” Angela Andrews.

Big Apple

Big Apple

Big Apple

Nicht in New York, sondern im ´Big Apple Night Club` in Columbia, South Carolina, entstand der Big Apple in den späten 30er Jahren. Ein Tanz, bei dem solch herrliche Figuren wie “Rusty Dusty”, “London Bridge”, “Break a leg” oder “Scarescrow” im Kreis vollführt werden. Nie gleicht ein Big Apple dem anderen, denn ähnlich wie bei der modernen Swing Rueda sagte 1 Caller in der Mitte des Kreises in beliebiger Reihenfolge die jeweiligen Figuren an.
Heutigen Swingtänzern im Gedächtnis ist vor allem die von Frankie Manning für den Film “Keep Punching” (Harlem, 7. Dezember 1939) choreographierte Big Apple-Version der Whitey´s Lindy Hopper.

So, boogie all down and spank the baby!

Jazzroutinen

Vor allem für Auftritte oder Unterrichtsbeginn geeignete Gruppentänze, bei denen Jazzelemente zu kleineren Choreographien zusammengefügt werden. Hier gibt es keine festen Vorgaben, jeder Jazzroutinenchoreograph kann seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Swing Rueda

Dame! Coca Cola! Sushi (Suzie) Roll! Amoeba!” Spätestens bei Letztgenanntem erkennt man, dass es sich nicht um eine Essensbestellung handelt. Zumal man sich paarweise in einem großen Kreis befindet und auf das Kommando eines callers die aberwitzigsten Figuren vollführt, dann die jeweilige Partnerin an den Nachbarn weitergibt und erneut den Rufen des callers folgt. Bei dieser mutmaßlich von einem uns nicht näher bekannten “Jeff” und einer uns ebenfalls unbekannten “Elaine” aus Dallas, TX, USA, für den Swing erschlossenen Tanzform handelt es sich um Swing Rueda oder Swalsa (Swing & Salsa) wie es manche nennen. Elemente der Casino Rueda und des Square Dance werden versetzt mit Lindy Hop Moves in dieser Rueda zu neuen erstaunlichen Figuren zusammengefügt. Und auch hierbei gilt: je mehr Tänzer, desto größer der Spaß! Also schnell Swinggrundschritte gelernt, um selbst in den entferntesten Ecken der Welt “Dame! Coca Cola! Sushi (Suzie) Roll! Amoeba!” ihren tieferen Sinn entnehmen und darstellen zu können…

Tranky Doo

Es kursieren zwei Theorien um den Ursprung dieses Reihentanzes. Die erste, wahrscheinlichere, besagt, dass es sich um einen Linedance handelt, der in den 40ern im Harlemer Savoy Ballroom auf Tuxedo Junction getanzt und von Pepsi Bethel choreographiert wurde. Die zweite ist ein bisschen kurioser. Tranky Doo soll der Name einer Künstlerin gewesen sein, die in den bis 1930 in den USA so beliebten varietéähnlichen Vaudeville-theateraufführungen auftrat. Jeden ihrer Auftritte soll sie mit einer besonderen, meist verrückten, Tanzbewegung beendet haben. Jahre später sollen Swingtänzer diese Bewegungen aus alten Filmsequenzen herausgefiltert und zu einem Linedance zusammengestellt haben.

Musik

Hier findet Ihr eine Zusammenstellung einiger Line Dance Songs.

(Verfasser: Sabine Schroetter von it-must-schwing.de)